2. Indikatoren und Prognosen


Abb. 2.1: BIP, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz - real/Volumen


Abb. 2.1a: Umsatz Einzelhandel

Kommentar: Im Mai erlebt der KFZ-Handel einen schweren Einbruch, der aber bis Oktober wieder weitgehend überwunden ist. Im letzten Quartal signalisierte der Einzelhandelsindex erstmals in der Krise einen Abschwung.


Abb. 2.2: BIP und Auftragseingang der Industrie - real/Volumen


Abb. 2.2a: kurzfristige Konjunkturinformationen

Kommentar: Nach einem Tiefpunkt im April erholen sich die Auftragseingänge weitgehend.


Abb. 2.2b: Auftragseingang Bau 

Kommentar: Seit Anfang 2009 befindet sich der Wohnungsbau im Aufschwung, seit Anfang 2011 die übrige Bauwirtschaft. Seit 2015 ist ein starker Anstieg der Bau-Indikatoren zu verzeichnen.


Abb. 2.2c: Wachstum und Konjunktur – preisbereinigt 

Kommentar: Der Auftragseingang läuft dem nominalen BIP um 2 Monate voraus, bei sehr hoher Korrelation. Der Auftragseingang der einzelnen Unternehmen bestimmt deren Produktion in hohem Maße.


Abb. 2.2d: Wöchentlicher Aktivitätsindex der deutschen Wirtschaft 

Erläuterung: Die Bundesbank präsentiert einen neuen Wöchentlichen Aktivitätsindex der deutschen Wirtschaft, der die aktuelle Wirtschaftsentwicklung prognostizieren soll: "Der Indexwert deutet an, dass die trendbereinigte Wirtschaftsaktivität – gemessen am WAI – in den dreizehn Wochen bis zum 6. Juni um 1% über der Aktivität der vorhergehenden dreizehn Wochen lag.

Die WAI-implizierte BIP-Wachstumsrate für die letzten dreizehn Wochen bis zum 6. Junigegenüber den vorangegangenen dreizehn Wochen liegt bei 2,2%.“


Abb. 2.3: Konjunkturindikatoren für Deutschland 

Kommentar: Auch diese Konjunkturindikatoren deuten nach dem Einbruch März/April eine rasche Erholung an.


Abb. 2.4: Konjunkturindikatoren für die EWU

Kommentar: Das Bild einer raschen Erholung zeigen auch die Indikatoren der EWU.


Abb. 2.5: BIP, BWS Produzierendes Gewerbe und Auftragseingang Industrie - real/Volumen

Erläuterung: Zur Prüfung der Prognoseeignung von Produktion und Auftragseingang der Industrie in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum. 

Kommentar: Es ist ein Fehler, die Produktion oder den Auftragseingang der Industrie, wie es üblich ist, als Indikator für das Gesamtwachstum zu nehmen. Die Entwicklungen von Industrie und Gesamtwirtschaft unterscheiden sich deutlich.


Abb. 2.6: Wachstumsrate des BIP und ifo-Indikatoren

Erläuterung: Zur Prüfung der Prognoseeignung von Indikatoren in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum.

Kommentar: Die ifo-Indizes, die auf Managerbefragungen beruhen, eignen sich seit einigen Jahren nicht mehr zur Prognose des (noch unbekannten) aktuellen Gesamtwachstums. Einige erwartete Aufschwünge sind nicht eingetreten. 


Abb. 2.6a: Wachstumsrate der Industrieproduktion und ifo-Indikatoren

Erläuterung: Zur Prüfung der Prognoseeignung von Indikatoren in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum.


Abb. 2.6b: Wachstumsrate der privaten Investitionen und ifo-Indikatoren

Erläuterung: Zur Prüfung der Prognoseeignung von Indikatoren in Bezug auf das Wachstum der privaten Investitionen.


Abb. 2.7: Ist-Wachstum und Prognosen aus dem Vorjahr

Erläuterung: Die offiziellen Wachstumsprognosen für das kommende Jahr sind ziemlich wertlos. Für den Zeitraum 1992 bis 2015 beträgt das Bestimmtheitsmaß (R2) der Sachverständigenrats-Prognose 0,28 und das der Instituts-Prognose 0,24. Meistens überschätzen die Prognosen das Wachstum. Beide Prognosen korrelieren aber miteinander sehr stark (1992-2015 R2 = 0,70).


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